Mutterkuhhaltung

auf dem Hitscherberger Hof

Unsere Rinder sind unser ganzer Stolz, denn ihnen gehört unsere ganze Leidenschaft und Freude!

Bis 1997 lebten auf auf dem Hitscherberger Hof 40 Milchkühe – zu wenig für eine rentable Milchproduktion in der heutigen Zeit. Seit 2007 haben wir daher auf die sog. Mutterkuhhaltung umgestellt.

Zwischen März bis Mitte Mai kommen die Kälber zur Welt und trinken ca. 9 Monate lang die Milch von der Mutter. Erst nach diesen neun Monaten werden sie voneinander getrennt. Die Herde besteht aktuell aus 98 Rindern der Rasse Charolais, wobei unsere Stall- und Weideflächen Platz für maximal 110 Tiere bieten.

Während Bullenkälber an einen Mäster verkauft werden, haben die weiblichen Kälber eine gute Chance Mutterkuh und auf dem Hof alt zu werden. Die Entscheidungskriterien liegen hier vor allem im (guten) Charakter der Kuh und der Hornlosigkeit.

Unsere Leitkuh „Schnuller“, ist 2010 zur Welt gekommen. Sie ist handzahm und hat 2016 ihr 4. Kalb (Schröder) geboren. Am liebsten mag sie rohe Kartoffeln.

Alle Kälber bleiben die erste Zeit mit ihren Müttern auf unserer Weide direkt am Hof. Erst wenn sie kräftig genug sind, geht es auf unsere Weiden im Naturschutzgebiet Kirchwerder Wiesen. Dort finden unsere Rinder saftiges Gras und schmackhafte Kräuter vor.

Den Winter über verbringen sie im Stall, wo sie ausschließlich mit selbst erzeugtem Futter versorgt werden (Grassilage, Heu und Mais).

Wir können ruhigen Gewissens sagen, dass es unseren Rindern sehr gut geht. Sie genießen viel Auslauf auf saftigen Weiden, gesundes Futter und ausreichend Platz für die individuelle Entfaltung.

Die weibliche Nachzucht, die für uns zu viel ist, wird im Alter von 24-27 Monaten an die Schlachterei Feddern in Hoisdorf verkauft. Zum Vergleich: Tiere aus reiner Stallhaltung werden mit ca. 18 Monaten geschlachtet.

Anders als in der Massentierhaltung, bringen wir alle 14 Tage ein einziges Rind zum Schlachter. Der Ablauf ist immer der gleiche: Montag morgens wird das Tier um 4 Uhr in der Früh in aller Ruhe auf den Hänger aufgeladen. Gegen 5 Uhr geht es los zur Schlachterei Feddern, die an diesem Morgen auch nur dieses eine Tier empfängt. Das Tier wird noch auf dem Anhänger geschossen und anschließend geschlachtet. – Was so brutal klingt, ist tatsächlich Luxus für das Rind. Stressfreier würde es nur auf der Weide gehen.